Das sind Zeiten

… in denen ich mir nichts Besseres vorstellen kann, als sowas zu schreiben:

Wie üblich habe ich es der unter CC-BY lizensiert und komplett mit Audacity unter Linux-Mint auf- und zusammengedingselt.

Georg Kreisler vergiften im Park

Enttäuscht hat mich an Kreisler vor allem, dass er drei Lieder geschrieben hat, die es schon vorher gab. Zum Beispiel:

An Kreisler werde ich mich daher immer als eine Art Guttenberg-Ziehvater erinnern. Hätt’ ich mal selber nicht gedacht …

Dumme Piraten

Wenn der Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Sebastian Nerd (Name aus Gründen des Datenschutzes geändert), in den ersten Interviews nach dem Wahlerfolg rumposaunt, dass das Urheberrecht geistige Eigentum eine Erfindung des 20. Jahrhunderts ist, muss ich sagen: Netz-Themen oberflächlich und falsch zu behandeln, haben die anderen Parteien bisher auch ganz gut hingekriegt.

Also liebe Piraten, jetzt seid Ihr groß! Informiert Euch ab jetzt bitte, bevor Ihr etwas sagt (z.B. zur mehr als 400-jährigen Geschichte des Urheberrechtes 200-jährigen Geschichte der Idee des geistigen Eigentums hier oder hier). – Oder gebt Eure 9% zurück!

P.S. Mit geht’s dabei übrigens nicht um Rechthaberrei (naja, mm… okay, vielleicht doch. Aber nur ein bisschen.) sondern darum, dass eine Partei, die ich für wählbar halte, ausgerechnet bei ihrem Kernthema wichtige Dinge übersieht, wenn sie so rumschlampt. Z.B. dass durch die in der Romantik geschaffene Verbindung von Autor und geistigem Eigentum eine Reform des Urheberrechtes auch bedeutet, Eingriffe in die Praxen von Autorschaft vorzunehmen. Diese Eingriffe werden Widerstände hervorrufen, die von den Piraten nicht Ernst genommen werden können, wenn sie die Geschichte dahinter nicht kennen.

Außerdem vergeben die Piraten mit ihrer Ignoranz in diesem konkreten Fall die Chance, den Begriff der Post-Privacy mal jenseits der konservativen Subjektkonstruktion von “Eh, sind ja eh schon längst alle transparent, Alter” versus “Meine Daten gehören mir” versus “Ich habe nichts zu verbergen” zu betrachten.

Journalismus verursacht Fettleibigkeit!

Weil fast schon Wochenende ist und sich die halbe Welt nach ein paar aufklärenden Illusionen verzehrt, gibt’s hier mal wieder ein großartiges Stückchen Medienkritik von Meta-Verschwörungstheoretiker Adam Curtis.

Und aus Anlass der Kritik, die der Sächsischen Zeitung gerade für diesen Artikel aus Blogs und Facebook entgegenweht (z.B. von hier), reiche ich folgende Kurzdoku von Adam Curtis noch nach. Curtis versucht in “The rise of “Oh Dear”-ism” die historische Entwicklung des westlichen Journalismus der letzten 30 Jahre nachzuzeichnen.

Angesichts der persönlichen Verwicklungen und Verletzungen, die – wie obiges SäZ-Beispiel zeigt – durch Journalismus entstehen können, hoffe ich, dass sich das von Curtis beschriebene (Miß-)Verständnis von Journalismus dadurch lösen wird, dass Blogger und professionelle Journalisten in Zukunft durch gegenseitige “Angriffe” auf der Sachebene (nach dem Schema “Es war so!” – “Nein, es war so!”) das Konzept jener Realität transzendieren und ad absurdum führen, welches sowohl im professionellen Journalismus als auch im Bereich des Hobbyjournalismus nach wie vor die Basis für sogenannte Berichterstattung darzustellen scheint.

Suche Cajońist_In …

… und biete dafür einen Menschen, der sich lustige Texte ausdenkt, singt, Gitarre spielt und einen weiteren der großartig Trompete spielen kann. Wir klingen in etwa so:

Torsten und Dirk – Der Danke-Samba by Torsten-3

Wir üben ca. 1x Woche in Dresden und wollen erstmal ca. 0.5 bis 1x im Monat auftreten. Hast Du Lust mitzumachen? Hinterlass ‘nen Kommentar.