In der DDR hieß es ja mal eine Zeit lang “Wissenschaft in die Produktion!” (Oder irre ich mich da? Kann gerade keinen Nachweis finden. Ist das nur mein kleines Hirngespinst?) Das ist jedoch schon lange her und heute geht es hier um das Thema “Wissenschaft im Mixer”.

"Zum Schluss fügen Sie noch eine Baggerspitze klein geraspelten Bourdieu hinzu." Aus: Kochen in VoKüs - satt und froh mit Foucault und Co.)
In einer Einführungsveranstaltung zur Politikwissenschaft, die ich vor drei Jahren hier an der Uni besuchte, wurde mir als bis dato ahnungslosem Studenten gleich auf einer der ersten Powerpoint-Folien erklärt: … Continue reading ‘Wissenschaft im Mixer’

Entartete Kunst: "Blaues Pferd I" Gemälde von Franz Marc, 1911
Laut Jamrozik und Nocella hat jede Gesellschaftsordnung ihre dominanten Wertvorstellungen und damit verbundenen Mechanismen der Ausgrenzung dessen, was gegen diese Vorstellungen verstößt. Dass auch Künstler mit ihren Werken gegen die Werte verstoßen können, welche die Gesellschaft dominieren, kann man am Beispiel der als entartet bezeichneten Kunst sehen, die in der Zeit des Nationalsozialismus geächtet, lächerlich gemacht und vernichtet wurde.
Am 13. Januar des Jahres 2010 fand ich auf dem Blog der EFF (Electronic Frontier Foundation) folgende Meldung: … Continue reading ‘Entartet 2.0′
Ja, seltsamer Titel. Anyway, das Posting handelt eigentlich nur von der unerträglichen Schwierigkeit, vorher zu erkennen, was hinterher als das Gute und was hinterher als das Böse bezeichnet werden wird.

Die wunderbare Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz hat einen Sohn im ersten Weltkrieg verloren, ist im Kaiserreich und bei den Nazis gedisst wurden, hat Grafiken über das Elend des Krieges geschaffen, die mich bewegen, wie sonst kaum etwas und trotzdem hat sie es fertig gebracht, noch 1934 in ihr Tagebuch zu schreiben:
30. Juni 1934: Erschießung Röhms, Schleichers, [von] SA-Führeren und andern. Hitlers starke Rede im Rundfunk.
Ich habe ihr Tagebuch leider nur sehr flüchtig in einer kurzen Pause durchgeblättert und bin dabei auf diesen Eintrag gestoßen. Ob sich Käthe Kollwitz zu diesem Zeitpunkt nicht darüber im Klaren war, dass Hitler die halbe Welt in einen Krieg ziehen wird und seine Rede stark im positiven Sinne fand? Ob sie glaubte, … Continue reading ‘Käthe Kollwitz und die Frage woran man das Gute erkennt’
Warnung! Lömuweika heißt “Löbtauer Musikalischer Weihnachtskalender” und dieses Posting stellt den Versuch dar, im Februar über Was-mit-Weihnachten nachzudenken.
Part I: Bauchnabelschau
Nachdem der traditionelle und von einem Dresdner Verein organisierte musikalische Weihnachtskalender in Dresden-Neustadt im gerade erst vergangenen Dezember 2009 aus organisatorischen Gründen ausfallen musste, kam ein paar Leuten aus Dresden-Löbtau kurz vorm 1. Dezember 2009 die Idee, einen musikalischen Weihnachtskalender in Dresden-Löbtau auf die Beine zu stellen.

Kathü beim Lömuweika, Foto von Matthias Erfurth, cc-by-nc
Kurz zur Erläuterung: Ein musikalischer Weihnachtskalender kann so aussehen, dass sich an jedem der Abende vom 1. bis 24. Dezember irgendwo in einer Stadt oder einem Stadtteil die Tür eines Hauses öffnet und ein paar Musiker ein kleines Konzert im Hauseingang, im Hinterhof oder vom Balkon aus geben. Im Idealfall … Continue reading ‘Lömuweika revisited (Part I – V)’
Mit Ulises ist weder Odysseus noch das langweilige Buch von James Joyce gemeint, sondern Ulises Mejias, Professor für neue Medien an der SUNY in Oswego (New York), dessen Blog ich seit etwa zwei Jahren verfolge. Aufmerksam geworden bin ich auf den Blog von Ulises Mejias durch seinen Beitrag zum Open-Ijtihad, in dem er darüber nachdachte, wie Muslims den Islam hacken können. Sowas ist doch abgefahren oder? Ich war schon deswegen begeistert, weil es ein Professor ist, der sich Gedanken über sowas macht und kein Psychopath. Wobei sich das ja nicht ausschließen muss.
All in all gefallen mir seine theoretischen Beiträge schon deswegen, weil sie sich mit der Frage beschäftigen, … Continue reading ‘I’m a dedicated follower of Ulises’
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