Alimentäre Praxen

In letzter Zeit wurde ich per E-Mail ab und zu von mir unbekannten Studierenden nach meiner Diplomarbeit gefragt. Okay, es war seit Anfang des Jahres drei Mal.

Viele der Anfragenden (um genau zu sein: zwei) haben einen Hintergrund im Bereich der Sozialen Arbeit und versuchen die Idee der Commons für die Soziale Arbeit nutzbar zu machen. Das freut mich, da ich die Auseinandersetzung mit Gemeingütern in der Sozialen Arbeit für eine wichtige Sache halte. Noch mehr freuen mich diese Anfragen, weil ich in meiner Diplomarbeit durch empirisches Arbeiten zeigen konnte, dass Gemeingüter, deren Diskurs sehr stark durch die Wirtschaftswissenschaft geprägt ist, nicht das non plus Ultra des sozialen Denkens darstellen, sondern, dass Gemeingüter eine wirtschaftswissenschaftlich geprägte Form des Denkens und Sprechens über Soziales darstellen, neben denen viele andere Formen des Denkens und (Nicht-) Sprechens existieren, (Kunst, Soziales, Wahnsinn, politischer Aktivismus, Punk … ) die jedoch mitunter durch wirtschaftliches Denken und Sprechen (z.B. Denken in Gemeingütern, Sprechen über Gemeingüter) kolonisiert werden.

Gerne würde ich meine Diplomarbeit hier veröffentlichen, um den Informationsbeschaffungsaufwand für Neugierige und Interessierte gering zu halten. Bisher habe ich mich allerdings gescheut, das zu tun, weil es trotz Anonymisierung möglich ist, Rückschlüsse auf meine Untersuchungsgegenstände zu ziehen und mir meine Paranoia sagt, dass es da draußen Leute geben könnte, die diese Informationen aus politischen Gründen nutzen.

Damit das nicht passiert und vielleicht dennoch ein bisschen klar wird, worum es in der Arbeit ging und was rauskam, möchte ich hier ein kurzes Essay veröffentlichen:

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Oder Zufall

Vorgestern habe ich im Rathaus Dresden-Pieschen meine Idee eines selbstwachsenden und selbstorganisierten Musik- und Kunstfestival vorgestellt, das in Pieschen stattfinden und ohne Strom auskommen soll. Als Namensidee äußerte ich, in Hommage an die Arbeit der Nobelpreisträgerin, die sich mit dem faszinierden Thema des Managements von Gemeinschaftseigentum beschäftigt hatte: Elinor No(t)strom-Festival.
Gestern habe ich mit Freunden in der Mensa über Kommunitarismus, ökonomische Theorien und in dem Zusammenhang natürlich auch über Elinor Ostrom geredet. Heute ist sie tot. C.G. Jung hätte seine Freude gehabt.

Here we go: Studiotalk zur Evolution des Urheberrechts mit Torsten, Fidel und Gästen

Wie versprochen, gibt’s am Sonntag, den 29.04.2012, von 19 bis 21 Uhr auf coloRadio1 eine Sendung zum Urheberrecht, in der voraussichtlich auch die Piraten ihr Fett wegbekommen werden.

Bis es soweit ist, gibt es hier schon mal das Jingle:
Studiotalk zur Evolution des Urheberrechts mit Torsten, Fidel und Gästen by Torsten-3

Music von Alban Lepsy lizensiert unter Licence Art Libre

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  1. in Dresden auf 98.4 / 99.3 MHz oder weltweit im Livestream []