Wär ich Du …

Das ist jetzt auch schon wieder ein paar Tage her, dass ich die Idee hatte und diese kleine Skizze aufgenommen hab. Und wenn eine Erkältung meinen Hals nicht gerade in ein rostiges Ofenrohr verwandelt hätte, würde es schon ein Update mit verbesserten Lyrics geben.

Anyway, here we go:

Wer soll das nicht glauben?

Diese Frage stelle ich mir angesichts der Artikel in Zeit-Online und Spiegel-Online, die über die Massentötungen von Gefangenen in Syrien berichten und die über die Proteste in Kiew sprechen. In beiden Artikeln werden die jeweiligen Regierungen heftig kritisiert und zum Rücktritt gedrängt, in beiden Artikeln werden die Aktionen der Oppositionellen als weitgehend legitim dargestellt und unter beiden Artikeln äußert der Großteil der KommentatorInnen, den Berichten und den darin dargestellten Vorgängen keinen Glauben zu schenken. („Propaganda, PsyOP, Lügenpresse, Falseflag etc. …“)
Ich bin mir mittlerweile sicher, dass dieser Unglaube und die dabei erzeugte Kritik ein Kalkül ist – zumal das Spiel in der Syrienberichterstattung schon seit mehr als zwei Jahren so geht. „Wir schreiben mal paar dreiste schwarz/weiß-Berichte, um möglichst viel Widerspruch von Kommentatoren und um so möglichst viele Klicks zu bekommen.“

Die Aufregung und die Kritik-Formulierung der KommentatorInnen ist die Währung, mit der sie für free-content zahlen.

Mein isländischer Beitrag – happily updated!

… zum Fotowettbewerb „A typically Icelandic item in your native setting“:

Torsten Philipp: "Faðir minn gjörði kransar úr fjallagrösum. Þessir hann seldi í haust á markaðnum." (Juli 2011)

P.S. Wer errät, was auf diesem Foto typisch isländisch ist?

UPDATE: Ich habe den zweiten Platz gemacht und bin unter den Preisträgern. Yeah! Das typisch Isländische auf dem Bild ist übrigens fjallagrösum, also das Islandmoos, das aus der oberen weißen Kiste wächst und aus dem hier jemand Auflagen für Gräber macht.