I’m a dedicated follower of Ulises

Mit Ulises ist weder Odysseus noch das langweilige Buch von James Joyce gemeint, sondern Ulises Mejias, Professor für neue Medien an der SUNY in Oswego (New York), dessen Blog ich seit etwa zwei Jahren verfolge. Aufmerksam geworden bin ich auf den Blog von Ulises Mejias durch seinen Beitrag zum Open-Ijtihad, in dem er darüber nachdachte, wie Muslims den Islam hacken können. Sowas ist doch abgefahren oder? Ich war schon deswegen begeistert, weil es ein Professor ist, der sich Gedanken über sowas macht und kein Psychopath. Wobei sich das ja nicht ausschließen muss.

All in all gefallen mir seine theoretischen Beiträge schon deswegen, weil sie sich mit der Frage beschäftigen, … ob und wie sich Technik und Rest-des-Lebens beeinflussen. Z.B. :

  1. Tragen Social Media und Web 2.0 tatsächlich zu einer Demokratisierung der Gesellschaft bei?
  2. Kann der Kapitalismus mit einer Technologie überwunden werden, die der Kapitalismus zur Verfügung stellt, oder unterwirft der Kapitalismus sich all das, was mit dieser Technologie produziert wird?
  3. Welche Bereiche unseres Lebens bekommen durch Technik den Charakter einer Ware?

Noch heißer finde ich allerdings seine praktischen Ansätze, die Grenze zwischen Realität und Virtualität zu ergründen. Dafür hat er ein „Alternate Reality Game“ entwickelt, in dessen aktueller Runde es darum geht, die Grenze zwischen den USA und Mexiko auf einer Google-Straßenkarte niederzureißen bzw. zu verteidigen. Das Spiel lässt sich über Internet spielen und jeder, der in der Realität Zeit dafür hat, kann mitmachen.