Die UNO hat mir bei Facebook eine Freundesanfrage geschickt

Daher sollte man sich doch echt noch mal überlegen, ob man am vorvorvorgestrigen Quit-Facebook-Day wirklich die richtige Entscheidung getroffen hat.

Der Song steht wie üblich unter der CC-Zero. Wie schon beim letzten Lied, habe ich auch hier für die Gestaltung der visuellen Ablenkung ein Video aus dem Prellinger-Archiv verwendet.

Wer den Song mag, kann sich hier die Ogg-Datei (5,5 MB) und dort die Mp3-Datei (5,5 MB) runterladen. Text und Noten gibt es hier: Die UNO hat mir bei Facebook eine Freundesanfrage geschickt

Bei der Aufnahme und der Bearbeitung der Musik habe ich diesmal komplett mit Open Source Software gearbeitet und muss zugeben, dass das schon eine große Umstellung gewesen ist: Während mein neues Betriebssystem Linux Mint 9 ein absolut gleichwertiger Ersatz für Windows XP darstellt, mit dem ich bisher arbeitete und auch die verfügbaren Büroprogramme (Gimp, Open Office) qualitativ mit Windows-Programmen vergleichbar sind, scheint mir, was die Bearbeitung von Klang und Videos betrifft, das Bill-Gates-Imperium meiner knuffigen Pinguinwelt ein großes Stück voraus zu sein.
Während mir unter Windows der Magix Music Maker 15 bisher ein ziemlich komfortables und intuitives Aufnehmen und Bearbeiten von Musik und Video erlaubte, habe ich unter Linux bisher keine Möglichkeit gefunden um einen Song mit Video innerhalb eines Programms zu bearbeiten. Für die Aufnahme und das Bearbeiten meiner Stimme, der Gitarre und des Geklopfes nutze ich unter Linux das Programm Audacity 1.3.12, was ganz okay ist, aber recht spartanisch wirkt. Weil die Bedienung im Vergleich zum bereits erwähnten kommerziellen Musikprogramm nicht so einfach ist und ich zu faul war, weitere Plugins zur Soundmanipulation zu installieren, habe ich mich auch entschieden, keine Effekte auf die Spuren zu legen, daher sind Stimme und Instrumente diesmal ohne künstliches Delay.
Für den Schnitt des Videos und das Zusammenfügen von Video und Audio nutze ich OpenShot 1.1.3. Dieses Videoschnittprogramm ist recht einfach gestrickt und wirkt im Handling manchmal etwas hakelig. Obwohl ich jetzt nicht der nerdigste Nerd bin und mit diesen ganzen Linux-Geschichten nicht so megamäßig vertraut bin, habe ich all in all nur 3 Tage von der Aufnahme bis zum Hochladen gebraucht. Mir scheint, dass man mittlerweile mit Open Source Software mit recht minimalem Aufwand ganz nettes Zeuchs hinfabrizieren kann.

Dass der Beat manchmal etwas schräg ist, liegt allerdings nicht an den Programmen, sondern daran, dass die Bongos diesmal von meinem parkinsonkranken Bernhardiner geklopft wurden. Der ist bei Facebook übrigens Freund von McDonalds und dem Traumzauberbaum – der Spinner.

4 thoughts on “Die UNO hat mir bei Facebook eine Freundesanfrage geschickt

  1. Wenn Audacity dir zu spartanisch wirkt (was es imho auch ist, dafür sehr leicht zu bedienen), könntest du einen Ausflug in die JACK-Welt (siehe auch hier :P) Erwägung ziehen.

    In der gibt es z.B. Ardour, das sehr professionell ist, aber dafür gewiss nicht ganz leicht zu bedienen. Will man MIDI haben, muss man momentan noch ein anderes Tool wie z.B. Rosegarden oder Qtractor über JACK gesynct laufen lassen, da MIDI erst ab Version 3 in Ardour ankommt — Ardour ist/war in erst mal als reines pro-audio recording studio / ProTools-Ersatz gedacht, nicht als Cubase/Logic-Replacement.

    Die FOSS-/GNU+Linux-Welt ist bestimmt noch (ein bisschen) hinterher was Medienbearbeitung anbelangt. Richtig düster sieht es bei der Videobearbeitung aus, aber gerade was Audio betrifft, kann da die FOSS-Landschaft imho doch recht gut mithalten — auch wenn es manchmal, zugegebenermaßen, ein bisschen frickeliger zugeht.

    Siehe auch: http://www.linuxaudio.org/

    • Hallo Micu,

      vielen Dank für das Hintergrundwissen. Ich hab mich gerade ganz gut in Audacity eingearbeitet und schnuppere auch ab und zu mal in Arcour rein. Ich finde Audacity ist zwar nicht so shiny wie Samplitude etc., aber es gibt bisher noch nichts, was ich in Audacity vermissen würde. Ach wobei, mir fällt grad ein, dass es toll wäre, wenn man Tracks erstellen und gleich auf CD brennen könnte. Aber ansonsten bin ich zufrieden. Kennst Du ein Programm mit dem man unter Linux eine Wave zu Tracks zerhacken und brennen kann?

      Grüße erstmal,
      Torsten

Comments are closed.