Mein isländischer Beitrag – happily updated!

… zum Fotowettbewerb „A typically Icelandic item in your native setting“:

Torsten Philipp: "Faðir minn gjörði kransar úr fjallagrösum. Þessir hann seldi í haust á markaðnum." (Juli 2011)

P.S. Wer errät, was auf diesem Foto typisch isländisch ist?

UPDATE: Ich habe den zweiten Platz gemacht und bin unter den Preisträgern. Yeah! Das typisch Isländische auf dem Bild ist übrigens fjallagrösum, also das Islandmoos, das aus der oberen weißen Kiste wächst und aus dem hier jemand Auflagen für Gräber macht.

Dresdner Meta-Debatte

Das tolle am Internet ist, dass sich jedeR über alleS auslassen kann. Da ich nicht viel von Versuchen halte, E-Partizipation zentral und von oben nach unten aufzubauen, finde ich es auch bei Weitem interessanter, die in Blogs und Foren ausgetragenen Debatten über die sog. „Dresdner Debatte“ zu Gestaltung des Neumarktes zu verfolgen, als die Debatte an sich.

Einstiegspunkte zum Debattieren über die Debatte:

Eine Befürchtung, die sich durch viele der Beiträge über die Dresdner Debatte zieht, ist …  Continue reading

Reykjavík 1.73 beta

[updated]

Der Sieg der „Besti Flokkurin“ unter Jón Gnarr ist erst vier Tage her, da tut sich schon etwas in der Politik von Reykjavík. Bevor ich hier jedoch weitere unverständliche Wörter auftische, will ich einen kurzen Rückblick über das bisher Geschehene geben:

Island wurde vor etwa 1000 Jahren von ein paar norwegischen Fischern besiedelt, denen das administrative System, mit dem sie sich in wechselseitiger Abhängigkeit befanden (lies: ihr König) tüchtig auf die Nerven ging. Auf der Suche nach governementalen Alternativen schipperten sie durch die Gegend und landeten irgendwann auf einem großen beheizten Felsen, den sie Island nannten. Weil es dort nichts gab, was sie störte, vor allem kein administratives System, blieben sie und machten ihr eigenes Þing. Abgesehen von ständigen Vulkanausbrüchen, Pest- und Choleraepidemien, der permanten Kolonisierung und Versklavung großer Teile der Bevölkerung durch norwegische und dänische Könige und abgesehen von Überfällen durch algerische Freibeuter und christliche Missionare lebten sie, naja, wie man angesichts solcher Umstände halt lebt: ungesund. … Continue reading

Anti-Obama gewinnt Unwahlen in Island

Es war eine großartige Performance, an der sich tausende von Menschen beteiligten, und sie ist noch nicht vorbei: Bei den isländischen Kommunalwahlen vom letzten Wochenende hat in Reykjavík der Komiker Jón Gnarr mit der „Besten Partei“ auf Anhieb die meisten Stimmen gewonnen (35%).1 Es gilt als wahrscheinlich, dass Gnarr, der seine Partei erst vor wenigen Monaten gründete und in deren Wahlprogramm solch bemerkenswerte Versprechen wie nachhaltige Korruption, ein drogenfreies Parlament bis 2020 und ein Eisbär für den Reykjavíker Zoo stehen, Bürgermeister der isländischen Hauptstadt wird. Continue reading

  1. Der Standard.at vom 30.05.2010: „Gemeinderatswahlen in Reykjavik – Komiker Gnarr gewinnt Kommunalwahl“ []

Keine Politik – warum eigentlich nicht?

Nach einer Umfrage vom letzten Wochenende möchten bei den isländischen Kommunalwahlen, die am heutigen Sonnabend stattfinden, rund 44 % der wahlberechtigten Reykjavíker die Besti flokkurin, auf Deutsch: die „Beste Partei“, wählen, eine Truppe aus Komikern, Künstlern und Chaoten, die nicht nur keine Partei ist, sondern sich sogar noch über Parteien lustig macht.
Nun gut, das macht in Deutschland auch jede Partei, der Unterschied zur Besten Partei ist, dass sie es ernst damit meint. Zu ihren Wahlversprechen gehören u.a. ein Eisbär für den Zoo von Reykjavík, ein drogenfreies Parlament bis 2020 und freier Eintritt zu Schwimmbädern sowie kostenlose Handtücher für Kinder und Verlierer. …

Continue reading